Behandlungsstation Haus 20
Behandelt werden insbesondere Menschen mit schweren und chronischen psychischen Erkrankungen, die häufig in besonderem Maße auf verlässliche Unterstützungsstrukturen angewiesen sind.
Viele Patient:innen erhalten bereits Leistungen der Eingliederungshilfe oder leben in entsprechenden Eingliederungs- bzw. Wohneinrichtungen. Genau an dieser Schnittstelle zwischen stationärer psychiatrischer Behandlung, sozialpsychiatrischer Begleitung und gemeindepsychiatrischer Versorgung kommt Haus 20 künftig eine wichtige Rolle zu.
Erfolgsgeheimnis Vernetzung
Die Krankenhausbehandlungen in Haus 20 sind überwiegend geplant und auf einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen ausgerichtet.
Die Station bietet einen klar strukturierten Behandlungsrahmen:
- Stabilisierung,
- Diagnostik,
- therapeutische Anpassungen und eine
- abgestimmte Perspektivplanung
Die Station wird fakultativ geschlossen geführt. Als Rechtsgrundlagen kommen Freiwilligkeit, das Betreuungsrecht sowie in Einzelfällen auch das PsychKG NRW in Betracht.
Für den besonderen Versorgungsauftrag in der Region bedeutet die neue Station einen deutlichen Mehrwert: Schwer psychisch erkrankte Menschen, die in Einrichtungen der Eingliederungshilfe leben oder regelmäßig sozialpädagogische Unterstützung benötigen, können gezielt in einem spezialisierten psychiatrischen Setting behandelt werden.
Gleichzeitig bleibt der Bezug zu den bestehenden Hilfesystemen entscheidend.
Eine enge Abstimmung mit:
- Einrichtungen,
- gesetzlichen Betreuer:innen,
- ambulanten Diensten,
- behandelnden Ärzt:innen
- und weiteren Akteur:innen des gemeindepsychiatrischen Netzwerks ist von zentraler Bedeutung.
Gerade für den Hochsauerlandkreis ist diese regionale Vernetzung ein wesentlicher Faktor für gelingende Versorgung. Stationäre Behandlung kann nur dann nachhaltig wirken, wenn
Aufnahme, Behandlungsziele, Entlassplanung und anschließende Unterstützung frühzeitig gemeinsam gedacht werden.
Haus 20 bietet gute Voraussetzungen: Die geplante Behandlungsdauer ermöglicht eine verbindliche Zusammenarbeit mit den beteiligten Einrichtungen und schafft Raum für tragfähige Absprachen zur weiteren Versorgung.
Aufnahmeanfragen richten Sie bitte an unser Zentrales Aufnahmemanagement unter der Telefonnummer 02992 601-1470
oder per E-Mail an: ZAM-EP-Marsberg@lwl.org